Ein Gebet geht um die Welt

Gemeinsam – Das Logo der Gebetskette

Gott, unser Vater,

durch deinen Geist sind wir miteinander verbunden im Glauben, Hoffen und Lieben.

Auch wenn wir in diesen Zeiten vereinzelt sind: Wir sind Teil der weltweiten Gemeinschaft deiner Kinder.

Lass wachsen unser Vertrauen in deine Nähe und in die Verbundenheit mit unseren Schwestern und Brüdern.

Die erkrankt sind, richte auf.

Mache leicht die Herzen der Einsamen.

Den Verantwortungsträgern gib Weisheit und Mut.

Stärke die Frauen und Männer im medizinischen Dienst.

Unseren Geschwistern in der weltweiten Kirche stehe bei.

Uns allen schenke Ideen, unserer Verbundenheit Ausdruck zu geben.

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!

Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht über uns und sei uns gnädig ewiglich!

Amen.

Dieses Gebet gibt es in mittlerweile 13 Sprachen:

A common initiative of Missionarischer Ökumenischer Dienst – Protestantische Landeskirche der Pfalz [www.moed-pfalz.de] and Zentrum Oekumene – Evangelische Kirche in Hessen und Nassau and Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck [www.zentrum-oekumene.de].

Wir haben es in unserem Videogottesdienst am Palmsonntag gebetet.

Weitergehen

Palmzweige in unserer Kirche

„Diese Krise ist hart und noch weiß glaube ich keiner genau, wie es weitergehen wird. Auch Jesus und seine Freundinnen und Freunde wussten lange nicht, wie es weitergehen sollte. Statt eines Siegeszuges führte sie ihr Weg in Dunkelheit und Zweifel. Doch dabei sollte es nicht bleiben, das Blatt wendete sich und so wurde der Palmzweig in der christlichen Kunst zu mehr, als nur zu einem Zeichen für Sieg und Triumph. In ihm liegt gleichzeitig das Wissen um die Überwindung von Leid und Tod.“

Aus meiner Predigt am Palmsonntag

Für uns war es am Sonntag eine besondere Situation: Eigentlich wollten wir nach fast einem Jahr Renovierung die Wiederöffnung unserer Kirche mit einem großen Festgottesdienst feiern. Als das nun nicht möglich war, haben wir kurzerhand einen Videogottesdienst daraus gemacht und die Leute eingeladen, mitzufeiern. In der Predigt beziehe ich mich auf unsere Situation und auf die Palmzweige. Sie standen in der orientalischen Welt für Sieg und Triumph. Die Menschen trugen sie in den Händen, als Jesus nach Jerusalem einzog. So erzählt es die Bibel.

Wer den Videogottesdienst sehen will, klickt hier.

Palmsonntag, virtuelle Wiedereröffnung unserer Kirche nach fast einem Jahr Bauzeit

Videogottesdienst aus der Kirche und aus unseren Häusern

Fast ein Jahr haben die Renovierungsarbeiten in unserer Kirche nun gedauert. Eigentlich hätten wir heute groß feiern wollen, doch das müssen wir nun verschieben. Stattdessen haben wir einen neuen Videogottesdienst produziert. Es sind ganz viele Bilder aus unserer renovierten Kirche drin, außerdem ein virtueller Chor und eine Umfrage, in der Gemeindemitglieder zu Wort kommen. Schaut es Euch an!

Hier sind die Lieder zum Mitsingen:

Wahrscheinlich schon ab Montag könnt Ihr auch bei unserem Gemeindebüro vorbei kommen und Euch eine DVD mit all unseren Videogottesdiensten ausleihen. Klingelt einfach bei uns, wir reichen sie dann durchs Fenster.

Dienet einander…

Doris Albrecht beim Nähen und mit dem fertigen Produkt

Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat.

1. Petrus 4,10

Unsere Gemeindesekretärin Doris Albrecht wohnt in Obertshausen und näht seit dieser Woche in ihrer Freizeit Mundschutze für das Personal im Haus Jona, ein Alten- und Pflegeheim in Obertshausen. Die Anleitung nimmt sie aus dem Internet. Dort hat die Stadt Essen Tutorials zur Verfügung gestellt. Sogar in mehreren Sprachen. Wer die Anleitung haben möchte, kann auch gerne bei unserem Gemeindebüro vorbeikommen, wir reichen sie durchs Fenster: Aschaffenburger Str. 52, 63073 Offenbach am Main.

https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html

Urbi et Orbi

Urbi et Orbi, der Stadt und dem Erdkreis, Bild mit Kreisen aus einer Farbschleuder in meinem Büro

„Uns wurde klar, dass wir alle im selben Boot sitzen, alle schwach und orientierungslos sind, aber zugleich wichtig und notwendig, denn alle sind wir dazu aufgerufen, gemeinsam zu rudern.“

Papst Franziskus

Heute ein Blick in die Ökumene.

Papst Franziskus hat am Freitag einen Sonder-Segen „Urbi et Orbi“ für die ganze Welt gespendet. Dieser wird eigentlich nur an Ostern, Weihnachten oder nach einer Papstwahl gespendet. Der Theologe und Journalist Matthias Drobinski schreibt dazu in der Süddeutschen Zeitung:

„Hilft das was? Der Segen ersetzt nicht das Händewaschen und die nötige Distanz zwischen den Menschen, wie mancher religiöse Fundi denken mag, im Glauben, das Virus ließe sich niederbeten. Er ist weder Medizin noch Impfstoff und erspart auch nicht die Auseinandersetzung darüber, wie viel Freiheit und Wohlstand man opfern muss, damit es möglichst wenige Corona-Tote gibt. So gesehen ist der Segen zwecklos: Er verhindert nichts, löst nichts, klärt nichts. Er hat keine eingebaute Wundergarantie. Und trotzdem ist die Welt gerade voller Segenswünsche; jedes dahingesagte „bleib gesund“ und „pass auf dich auf“ ist ja einer. Segnen heißt auf lateinisch „benedicere“, jemandem etwas Gutes sagen. Und so steht des Papstes einsamer Freitagsegen für alle, die dem anderen jetzt etwas Gutes sagen, einfach so, ohne einen Zweck zu verfolgen, ob Seelsorgerin oder Therapeut, Vater oder Mutter, Nachbar oder Kollegin: Ich rufe das Gute auf dich herab, in der Zuversicht, dass das Unheil nicht das letzte Wort haben wird. Egal, ob das etwas hilft oder nicht. Aber das ist ja gerade die Kraft jeder Benediktion: dass sie nicht nach Zweck und Erfolg fragt.“

https://www.sueddeutsche.de/politik/religion-stossgebete-1.4859131

https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2020-03/corona-franziskus-gebet-urbi-et-orbi-petersplatz.html